Ich habe meine Gelassenheit in vielen Dingen bei der Geburt von K4 irgendwo versehentlich abgegeben. Vielleicht hat die Perimenopause auch gesagt: So ab jetzt! Und hat mir das Zepter im Sprint aus der Hand gerissen. Ich weiß es nicht. Ich spüre nur eins: Ich bin viel öfter, als je zu vor, immer mal wieder besorgt und ängstlich bei K4. Dabei blicke ich mit dreimalige Erfahrung auf verschiedene Herausforderungen (Beispiel 1) , (Beispiel 2) zurück und sollte doch jetzt eigentlich noch gelassener sein als vorher. Aber spätestens seit K4s Kieferbruch bin ich in dieser blöden Sorgenschleife hängen geblieben. Eine Folge davon ist, dass ich es nicht gern sehe, wenn K4 Inliner fahren lernen möchte. In meinem Kopf kreiselt das Wort: Sturzgefahr als neonrotes Warnschild. Klettert K4 auf hohen Klettergerüsten, was ich durchaus gestatte, vermeide ich zu genau hinzusehen und blende alle unschöneren Ängste best möglich dazu aus. Ich winke ihr fröhlich und lobe sie ob ihrer Geschicklichkeit, innerlich hoffe ich, sie möge bald und heil wieder auf festem Boden stehen.
Nun brachte K4 einige Eigenheiten mit, die vielleicht durch die Pandemieerfahrungen, vielleicht durch meine innerliche Unsicherheit verstärkt wurden oder die drei Faktoren spielen miteinander Pingpong. K4 sprach in der KiTa zunächst über ein halbes Jahr nicht. Generell sprach sie nicht mit „Fremden“ (was in ihrem Fall alle waren, die nicht zur Kernfamilie gehörten.) Und auch jetzt ist sie immer noch sehr zurückhaltend in unbekannten sozialen Situationen.
Wir haben alle gelernt, dass K4 Zeit braucht, Dinge in ihrem Tempo zu lernen und selbst wenn sie Dinge schon kann, braucht sie für sich die Gewissheit, dass sie es kann.
